Du darfst dich selbst bei mir melden. Wenn du jünger als 15 Jahre bist, müssen deine Eltern (oder andere Sorgeberechtigte) jedoch in den meisten Fällen einer Therapie zustimmen. Wenn du 15 Jahre oder älter bist, darfst du selbst entscheiden, ob du eine Therapie möchtest. Trotzdem wünsche ich mir eine gute Zusammenarbeit mit den Menschen, die für dich wichtig sind.

Sprechstunde vereinbaren

In einer Sprechstunde erzählst du oder deine Eltern mir, was das Problem ist. Dann überlegen wir zusammen, ob eine Psychotherapie für dich das Richtige ist oder ob du andere Unterstützung benötigst. Sprechstundentermine bekommst du normalerweise recht zügig.

Bitte bringe zum ersten Termin deine Krankenkassenkarte mit. Eine Überweisung brauchst du nicht.

Ablauf eines Erstgesprächs

Du kannst zum ersten Gespräch deine Eltern oder eine andere Person mitbringen, der du vertraust. Weil ich dich noch gar nicht kenne, möchte ich im ersten Gespräch ein paar Sachen wissen. Du kannst einfach etwas erzählen oder ich frage dich zum Beispiel Folgendes:

  • Wer ist Teil deiner Familie und wie verstehst du dich mit den Familienmitgliedern?
  • Welche Menschen sind dir wichtig? Mit wem bist du befreundet? Was spielt ihr gerne zusammen und wie verbringt ihr eure Zeit?
  • Was sind deine Hobbys? Was machst du in deiner Freizeit? Du kannst dann gerne von deinen Lieblingsspielen oder deinem Sportverein erzählen.
  • Wie geht es dir in der Schule oder im Kindergarten?
  • Aus welchem Grund kommst du zu mir? Welche Hilfe brauchst du?

Ich frage auch nach Problemen, die viele Kinder und Jugendliche haben, so dass wir nichts übersehen, zum Beispiel:

  • Wie gut kannst du schlafen? Hast du schlechte Träume?
  • Vor was hast du Angst?
  • Hast du körperliche Beschwerden oder Erkrankungen?
  • Hast du Schwierigkeiten mit dem Essen?
  • Beschäftigen dich schlimme Erinnerungen (du musst nicht erzählen, welche genau)?
  • Wie gut kannst du dich konzentrieren und lernen?
  • Denkst du viel über immer die gleichen Dinge nach?

Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst oder nichts dazu sagen möchtest, dann ist das gar kein Problem. Sag einfach Bescheid. Wenn du dich nicht viel sprechen traust oder wenn das Gespräch für dich zu schwierig ist, dann können wir auch einfach etwas zusammen spielen oder malen. Vielleicht helfen auch deine Eltern, die Fragen zu beantworten.

Therapiebeginn

Ganz schön viele Menschen möchten eine Therapie machen. In der Sprechstunde kann ich dir sagen, wann ich für dich Zeit habe und wann du regelmäßige Termine bekommen kannst. Oft ist der Andrang allerdings so groß, dass ich leider gar keine Therapie anbieten kann. Aber vielleicht habe ich trotzdem eine Idee, wer dir stattdessen weiterhelfen kann. Eine Sprechstunde lohnt sich immer. Manchmal kann ich auch mit ein paar wenigen Sprechstunden schon etwas weiterhelfen.

Dinge, die ich nicht tue

Manchmal haben Eltern oder Kinder Sorgen oder die Hoffnung, dass ich etwas tun könnte. Deshalb ist hier eine Liste mit Dingen, die ich beispielsweise nicht tue:

  • Ich schreibe keine Bestätigungen, Entschuldigungen, Stellungnahmen oder Gutachten für Ämter, Behörden, Schulen und Gerichte, usw.
  • Ich telefoniere nicht mit Schulen oder anderen Einrichtungen.
  • Ich rede nicht mit Gerichten, Anwälten oder der Polizei.
  • Ich mische mich nicht ein, wenn Eltern Streit haben. Mit Streit um Sorgerecht oder Aufenthaltsbestimmungsrecht beschäftige ich mich nicht.
  • Ich sage nichts weiter, was du im Gespräch erzählst.
  • Ich führe nach einem Erstgespräch keine Telefonate mit einem anderen, getrennten Elternteil und schreibe auch keine Emails.
  • Ich mische mich nicht in die Erziehung der Eltern ein. Wenn sie dir z.B. eine Stunde täglich erlauben zu zocken, dann versuche ich nicht das zu verändern.
  • Medikamente könnt ihr bei mir nicht bekommen. Dafür sind die Kinder- und Jugendpsychiater zuständig.